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Pauschalbesteuerung für Superreiche ade!
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Leserbrief von Tamasha Bühler, Steinhausen, zum Artikel «SP stellt das Zuger Schulsystem in Frage», Neue ZZ, 27. August.
Im Kanton Zug sind die Chancen für einen Schulerfolg immer noch ungleich verteilt. Kinder aus tieferen Sozialschichten sind oft wenig erfolgreich in ihren Schullaufbahnen. Besonders benachteiligt sind Kinder aus Migrantenfamilien. Die Zuger SP hat am 25. August 2008 ein umfassendes Positionspapier zur Integrationspolitik im Kanton Zug verabschiedet. Darin wird unter anderem auch aufgezeigt, wie die Chancengleichheit in den Zuger Schulen erreicht werden kann.
Um diese Herausforderung zu bewältigen, sollten wir verschieden Möglichkeiten erproben; dazu gehört auch das Tessiner Modell.
Gleiche Ausgangslage schaffen
Frühkindliche Bildung ist der Schlüssel zum Schulerfolg. Keine Panik, es geht nicht darum, die Sonderschulen grundsätzlich abzuschaffen. Sondern es geht darum, das Selektionsverfahren besser zu prüfen und eine gleiche Ausgangslage für einen schulischen Erfolg aller Kinder zu schaffen. Es braucht ein Schulsystem, in dem Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Begabungen einen Platz haben. Die individuelle Förderung von Kindern mit besonderen Bildungsbedürfnissen kann nur in einer integrierten Form optimal gestaltet werden. In einer integrativen Klasse haben Kinder bessere Entwicklungsmöglichkeiten als in den Sonderschulen, weil sie gezielt gefördert werden.
In einer integrativen Schulklasse fühlen sich auch schwache Kinder motiviert, höhere Leistungen zu erbringen. Die gute Elternzusammenarbeit ist ebenfalls wichtig für den schulischen Erfolg der Kinder. Ein Ausbau der Kinderbetreuungsangebote und eine Schulung des Lehrpersonals im interkulturellen Bereich sind weitere Voraussetzungen für das Gelingen des integrativen Schulmodells.
Erfolgreiche Integration
Eine erfolgreiche Integrationspolitik kommt nicht nur den benachteiligten Menschen zugute, sondern der ganzen Gesellschaft. Dadurch werden spätere wirtschaftliche und soziale Kosten vermieden und das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Schichten, Kulturen und Nationalitäten besser gestaltet.
Deshalb sind alle gefragt. Nicht nur die Schulen, sondern auch die staatlichen Institutionen, die politischen Parteien, die Vereine und private Personen müssen einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration leisten.